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Moderne Lebensweise und Umweltverschmutzung sind zweifelsohne die Hauptursachen für die massive Übersäuerung des menschlichen Körpers und seines Lebensraumes.

Wie gefährlich eine latente Übersäuerung sein kann, soll die nachstehende Auflistung verdeutlichen:

AUSWIRKUNGEN EINER AZIDOSE:

• Hemmung der Osteoblasten

• Steigerung der Knochenresorption

• Reduzierung der Enzymaktivitäten

• Abnahme der Sauerstoff-Utilisation

• Verformung von Zellen und Gewebe

• Initiierung degenerativer Prozesse

• Erhöhung der Aminosäurenoxidation

• Aktivierung der muskulären Proteolyse

• Hemmung der hepatogenen Albuminsynthese

• Reduzierung der zytotoxischen Aktivität der NK-Zellen

• Abnahme der T-Zellen-Aktivität: bei pH-Werten unter 7,0 werden keine Tumorzellen mehr abgetötet!

• Hemmung der Interleukin-2-abhängigen Lymphozytenproliferation

• Reduktion der ATP-vermittelten Lyse von Tumorzellen

• Behinderung der Vitamin-D-Resorption

• Steigerung der Glukokortikoid-Sekretion

• Abschwächung der Wirkung von Erythropoetin

URSACHEN FÜR SÄUREN-BASEN-DYSREGULATIONEN

Zu den Hauptursachen einer gestörten Säuren-Basen-Balance gehören:

1. ERHÖHTE SÄUREZUFUHR

Die denaturierte Zivilisationskost ist arm an Mineralstoffen. Raffinierte Kohlenhydrate, tierisches Eiweiß, Kaffee und Alkohol gehören zu den größten Säurebildnern.

2. UNZUREICHENDE BASENVERWERTUNG

Durch Leberentgiftungsstörungen, z.B. bei erhöhter Ammoniak- und Fuselalkoholbildung aus dem intestinalen Bereich sowie durch Sauerstoffmangel, wird vermehrt pufferndes Bikarbonat verbraucht und gebunden.

3. MANGELNDE SÄURENAUSSCHEIDUNG

Bewegungsarmut, falsche, oberflächliche Atmung und reduzierte Schweißvorgänge tragen dazu bei, dass viele Säuren nicht richtig neutralisiert und ausgeschieden werden.

4. ERHÖHTE SÄURENPRODUKTION

Bestimmte Krankheiten wie Diabetes mellitus, Leberfunktionsstörungen, Infektionen, verstärkte Gärungsprozesse im Darm, körperlicher Stress und extremer Leistungssport erhöhen den

Säurepegel im Organismus. Die bekannte Folge davon ist z.B. die Laktat-Azidose.

5. LATENTER BASENVERLUST

Bei chronischem Durchfall oder Verschiebungen in der Darmflora (Dysbiosen) wird im Stuhl vermehrt der basische Puffer Natriumbikarbonat ausgeschieden.

Selbstregulation

Im Normalfall werden überschüssige Säuren im Körper durch spezielle Puffersysteme neutralisiert. Diese sorgen unter anderem für die Konstanterhaltung des pH-Wertes im Blut, der stets bei 7,37 bis 7,45 liegen soll. Selbst geringe Abweichungen von dieser Norm können zu gefährlichen, lebensbedrohlichen Azidosen führen. Zwei weitere Selbstregulationsmechanismen im Körper sorgen dafür, dass die anfallenden Säuren und Toxine so schnell wie möglich eliminiert werden:

1. Das Immunsystem versucht mittels Phagozytose Ablagerungen zu beseitigen. Die Nachteile: die freigesetzten Entzündungsmediatoren    erhöhen die Entzündungsbereitschaft, die Betroffenen fühlen sich wie in einem Erkältungs-Dauerzustand.

2. Um die anfallenden Säuren zu neutralisieren, mobilisiert der Körper Mineralien aus den basischen Körperdepots (Haarboden, Nägel, Knochen, Knorpel, Blutgefäße). Die nachteiligen Folgen:

• struppiges Haar, Haarausfall

• brüchige, rissige Nägel

• Osteoporose

• Knorpelabbau, Arthrosen

• durchlässige, brüchige Blutgefäße

PRAXISTIPPS

Die Wiederherstellung einer gesunden Säuren-Basen-Balance im Körper sollte fast alle therapeutischen Maßnahmen begleiten. Dazu gehören z.B.:

1. REGELMÄßIGE BEWEGUNG

Durch Muskeltraining werden überschüssige Säuren schneller verbrannt.

Gut geeignet sind Gymnastik, Schwimmen, Radfahren, Joggen und Wandern. Leistungssport und extremes Krafttraining sollten jedoch gemieden werden (Azidosegefahr).

2. UMSTELLUNG DER ERNÄHRUNG AUF BASISCHE KOST

Höchstens 1 Tasse Kaffee am Tag! Am besten auf grünen Tee umsteigen.

Mehr natürliche Kohlenhydrate (Rosinen, Nüsse, Obst oder Agaven-Dicksaft) statt Industriezucker verzehren.

Gemüse sollte öfter als Hauptgericht serviert werden und nicht nur als Beilage. Fisch und Geflügel sollten Schweine- und Rindfleisch ersetzen. Ein- bis zweimal in der Woche einen Reis- oder Kartoffeltag schalten. Diese helfen beim Entschlacken und reinigen zusätzlich den Darm.

3. HARNDIURESE FÖRDERN

Um die überschüssigen Säuren auszuschwemmen, sollten mind. 2,5 Liter Wasser, Gemüsesäfte und Kräutertees am Tag getrunken werden (der Zinnkrauttee ist dafür besonders gut geeignet). Zusätzlich kann das bewährte phytotherapeutische Diuretikum Solidagoren N die Nieren entlasten und für den Abbau überschüssiger Harnsäure sorgen (Dosierung: 3 x 20 -30 Tropfen täglich).

4. BASEN ZUFÜHREN

Mit ausgewogenen Mineralstoffsupplementen werden überschüssige Säuren im Körper schneller neutralisiert. Eine gelungene Mineralstoffkombination ist Sango Koralle in Pulverform (Dosierung 6x tgl. eine Messerspitze auf 1/2 Glas Wasser).

5. BASISCHE WASSERANWENDUNGEN

Basisches Badesalz ist hervorragend dazu geeignet, die im Unterhautgewebe eingelagerten Säuren abzubauen (besonders bei Cellulite und Hautekzemen wirksam). Basische Körperpflege fördert die Öffnung und die Regenerationsfähigkeit der Haut und beschleunigt so den natürlichen Prozess der Homöostase, d.h. der Zersetzung von Zellen und Ausscheidung von Stoffwechselabbauprodukten. Die so eingeleitete Selbstregulation führt zur Ausscheidung von Säuren und Schlacken unter Neubildung des Schutzfilmes. Unter dem Einfluss der basischen Körperpflegeprodukte werden die „Poren“ auf der Hautoberfläche durchlässiger, die austretenden Säuren abgepuffert und der natürliche Ausleitungs- und Aufbauprozess der Hautschichten verstärkt.

Mehr dazu erfahren Sie aus dem praktischen Handbuch:

Basische Körperpflege – Schönheit und Wohlbefinden durch Entsäuerung über die Haut. 

Steiner Verlag, erhältlich in unserer Klinik.