Seite auswählen

Viele der gängigen sauren Körperpflegeprodukte auf dem Markt sind für den täglichen Dauergebrauch ungeeignet. Einige von ihnen enthalten sogar eine ganze Reihe toxisch wirkender Stoffe, die durch die Hautporen aufgenommen und im Körper deponiert werden können. Hier einige Beispiele:

Medizinische Seifen enthalten sehr aggressive Substanzen wie Schwefel oder Teer. Sie können die gesun- de Haut extrem schädigen. Der Einsatz von medizinischen Seifen bei bestimmten Hauterkrankungen wie z.B. Psoriasis ist daher mehr als fraglich.

Parfümseifen beinhalten zusätzlich das Parfümöl. Im pflegerischen Bereich sollen diese Seifen nicht ver- wendet werden, da die hinzugesetzten Parfümöle zu Allergien führen können. Eine Rückfettung durch Parfümseifen ist nicht zu erwarten.

Syndets stehen für Flüssigwaschpräparate. Das Wort Syndets bezeichnet flüssige, waschaktive Substanzen und kommt von synthetisch (künstlich hergestellt) und Detergenz (Reinigungsmittel). Ihr pH-Wert liegt im sauren Bereich. Die in den Syndets und Seifen befindlichen waschaktiven Substanzen (Tenside) führen zu einer Zunahme des transepidermalen Wasserverlustes. Beim häufigen Waschen trocknet die Haut aus und wird empfindlicher gegenüber Pilzen, Viren und Bakterien.

Öle (zum Auftragen oder als Badeöle) werden gewöhnlich zur Auflösung von Auflagerungen wie Schuppen oder Borken und zur Rückfettung trockener Haut benutzt. Ihre Wirkung ist jedoch fatal für die Haut. Die Hautporen werden durch das Öl verstopft, die Hautatmung und der Schlackentransport aus dem Unterhautgewebe an die Hautoberfläche behindert. Durch die okklusive Wirkung sollen ölhaltige Produkte niemals auf gereizte oder nässende Haut aufgetragen werden.

Fettsalben besitzen einen hohen Fettanteil (z.B. Vaseline, Melkfett). Sie überziehen die Hautoberfläche mit einem isolierenden, wasserundurchlässigen Film. Dieser Film verhindert das Verdunsten von Sekret und quellt die Hornschicht mit einer nachhaltigen Hydration auf. Auch die Abgabe von Wärme wird behindert. Ihre Anwendung im Bereich der Rückfettung oder der Dekubitusprophylaxe ist sehr fraglich. Vorsicht bei fiebernden Patienten (Hitzestau). Laut einer Meldung vom Bundesgesundheitsamt ist die Anwendung von Melkfett nicht unproblematisch, da dieses oft Desinfektionsmittel- oder Antibiotika-Rückstände enthält, die bei der Tierhaltung verwendet werden.

Zinksalben können die Haut durch hohe Zinkanteile besonders stark austrocknen.

Alkoholische Mittel (enthalten in den meisten Kosmetika) bestehen aus Äthanol oder Isopropanol (einwer- tiger Alkohol) und dienen als Trägerlösung für Zusatzstoffe. Sie trocknen die Haut stark aus und blockieren den natürlichen Rückfettungsmechanismus. Die häufige Anwendung alkoholhaltiger Körperpflegemittel ist oftmals ein Ausgangspunkt für Dermatosen, Allergien und Neurodermitis.

Saure Shampoos mit einem pH-Wert von 5 – 5,5 tragen nach dem Osmose-Gesetz dazu bei, dass dem Haarboden vermehrt basische Bestandteile entzogen werden. Die Folgen können struppige Haare, Schuppenbildung und Haarausfall sein.

Desinfektionsmittel mit bakterienabweisenden Inhaltsstoffen. Dabei ist die Kombination feuchtes Milieu und Kontakt mit einem Tensid besonders verhängnisvoll für die Haut. Zu den betroffenen Berufsgruppen gehören Friseure, Hausfrauen, Kranken- und Altenpfleger.

 

Rückbesinnung auf basische Körperpflege

Jahrhundertlang war die Körperpflege basisch

Römer, Altgriechen, Perser, Assyrer, Ägypter benutzten basische Grundkomponenten, die sie aus den Holzaschen gewannen. Bis vor vierzig Jahren war die gesamte Körperpflege basisch. Das bekannte Beispiel dafür ist die basische Kernseife (pH-Wert 8,5- 9,0), die inzwischen fast ganz ins Vergessen geraten ist. Patienten mit dermatologischen Beschwerden (z.B. atopischen Erkrankungen), die sich auf die Kernseife zurückbesinnen, schätzen ihre milde, juckreiz-

lindernde Wirkung. Aus dem Grund muss man sich ernsthaft fragen: wozu brauchen wir eigentlich saure Kosmetika? Zur Erhaltung des „Säureschutzmantels“, wie die Kosmetikindustrie uns immer wieder einzutrichtern versucht? Diese seit Langem gerne verwendete Begründung für die sauren Hautpflegeprodukte überzeugt nicht mehr.

Die basische Körperpflege ist wieder im Kommen. Seit einigen Jahren werden basische Körperprodukte mit einem pH-Wert zwischen 7,5 bis 9,0 für alle Pflegebedürfnisse angeboten. Bei Personen, die regelmäßig basische Vollbäder praktizieren, ihre gesamte Hautpflege auf basische Produkte umgestellt haben und ihren Körper mit basischen Supplementen entsäuern, wurden folgende Beobachtungen gemacht:

  1. Der bisher überschüssige oder unzureichende Absonderungsvorgang der Talgdrüsen, der zu extrem fetter oder trockener Haut führt, wird wieder normalisiert und die Haut erhält ihre natürliche Feuchtigkeit wieder.
  2. Oberflächige Unterhautdepots (z.B. bei Cellulite) werden nachhaltig abgebaut.
  3. Juckreiz und Ekzemneigung gehen zurück, insbesondere bei Neurodermitis-Patienten.
  4. Die Haut wird besser durchblutet, sie wirkt elastischer und jugendlicher.
  5. Hautunreinheiten wie Mitesser und Komedome treten seltener auf.
  6. Die Haut wird allgemein widerstandsfähiger, sie fühlt sich geschmeidiger und zarter an.
  7. Haarausfall konnte in vielen Fällen gestoppt werden.
  8. Bei Personen, die zu Hautmykosen oder bakteriellen Ekzemen neigen, konnte eine signifikante Abnahme der infektiösen Manifestationen beobachtet werden.

Kann es sein, dass die Haut durch die Anhebung ihres pH-Wertes doch wirksamer vor Infektionen geschützt wird als durch den vermeintlichen „Säureschutzmantel“? Oder bedeutet das Wort Säureschutzmantel nichts anderes als Schutzmantel-vor-Säuren? Fragen über Fragen – am besten überzeugen Sie sich selbst!

 

Basische Bäder

Wie wirksam die basische Hautpflege ist, zeigen am deutlichsten die basischen Bäder. Das Badewasser, dem zuvor einige EL des basischen Badesalzes zugesetzt wurden, erreicht einen pH-Wert zwischen 8,0 bis 9,0. Beim Baden werden die Hautporen geöffnet und die abgelagerten sauren Schlacken aus dem Unterhautgewebe nach dem Osmoseprinzip an die Hautoberfläche befördert, wo sie im basi- schen Milieu neutralisiert werden. Zunächst werden die freien Fettsäuren herausgelöst und folglich die Wachs- und Fettschichten; schließlich werden die äußeren Hornhautplättchen aufgeweicht und abgelöst. Nach dem Bad, je nach individueller Belastung, sinkt der Wasser-pH-Wert auf Werte unter 7,0 pH! Interessanterweise findet dabei keine Hautreizung statt. Die Anwenderbeobachtungen belegen sogar, dass Personen, die regelmäßig basische Pflegeprodukte verwenden, wesentlich sel- tener unter Hautirritationen leiden, die mit Ekzemen, trockener Haut und Juckreiz einhergehen.

Säurenabbau als wichtiges Mittel gegen Zivilisationskrankheiten

Neben der basischen Körperpflege kann der kosmetische bzw. medizinische Behandlungserfolg der negativen Zivilisationserscheinungen durch folgende Maßnahmen deutlich optimiert werden:

  1. Ernährungsumstellung. Ballaststoff-, vitamin- und mineralstoffreiche Nahrung hilft die Säurezufuhr zu reduzieren.
  2. Mehr trinken! Kräutertees und Mineralwasser machen das Blut dünnflüssig und unterstützen die Nieren beim Ausschwemmen saurer Substanzen (Harnsäure).
  3. Stressabbau durch Sport und Entspannungstechniken. Stress ist ein wesentlicher Faktor, der zur Fixierung von aggressiven Säuren im Körper beitragen kann.
  4.  Noxenminimierung (Nikotin, Alkohol, Amalgam, Arzneimittel).
  5.  Durch regelmäßige Bewegung werden saure Ablagerungen und Stressmediatoren im Körper schneller abgebaut.
  6. Basenzufuhr. Mineralische Supplemente unterstützen den Abbau von überschüssigen Säuren im Körper. Wie z.B. Sango Calcium.