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Mit Schlafstörungen ist wirklich nicht zu spaßen. Sie gehören sofort in die Hand eines Fachmanns. Der erste Weg bei Schlafproblemen ist der zum Hausarzt. Hier müssen Sie klar und deutlich das Thema ohne Scheu ansprechen. Vor allem muss der Praktiker untersuchen, ob Ihre Probleme organische oder psychische Ursachen haben. Es gibt viele Gründe für Schlafstörungen, etwa Erkrankungen der Schilddrüse, Infektionen oder Herz-Kreislauferkrankungen. Alkoholismus oder Suchterkrankungen (Tabletten, Rauschmittel) können der Grund sein. Aber auch ernsthafte psychische Erkrankungen wie Neurosen, Depressionen oder Angst. Selbst Medikamente wie Antibiotika, Kortison, Schilddrüsenhormone oder Asthmapillen, die Sie gegen andere Erkrankungen einnehmen, können den Schlaf stören. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Zur Not muss das Medikament ausgetauscht werden.

Vielfältige Gründe für schlechten Schlaf

Man weiß aber mittlerweile, dass 80 Prozent aller Schlaferkrankungen durch schlechte Gewohnheiten oder seelische Belastungen hervorgerufen werden. An den schlechten Gewohnheiten kann man schnell selbst etwas ändern. So kann man eine neue Matratze kaufen, ein ruhigeres Zimmer für den Schlaf wählen, elektronische Geräte aus dem Zimmer verbannend vor allem für gute Luft im Schlafzimmer sorgen. Die seelischen Belastungen dagegen sind schon schwieriger zu behandeln, zumal sie vielfältige Ursachen haben können: Krankheiten der Kinder, Stress und Mobbing am Arbeitsplatz, Eheprobleme, Angst vor Versagen oder Arbeitsplatzverlust. Aber auch nicht verarbeitete oder traumatische Erlebnisse kommen des Nachts in Form von Träumen und Albträumen manchmal wieder hoch und stören dann unseren Schlaf. Wer länger als sechs Wochen unter solchen Symptomen an Schlafstörungen leidet, sollte sich in psychologische Beratung begeben. Für den ist die Psychotherapie eine sinnvolle Lösung. Hier kann der Patient lernen, seine Probleme in Gesprächs und Verhaltenstherapie besser in den Griff zu bekommen. Sorgen und Ängste sind die Schlafkiller schlechthin in der heutigen Zeit.

Stress stört

Dauerstress und dauernde Anspannung lassen unseren Körper Stresshormone (Adrenalin, Cortisol) produzieren. Das wiederum erhöht den Blutdruck und beschleunigt den Stoffwechsel – deshalb wiederum kann man nicht einschlafen. So einfach, aber fatal sind die Zusammenhänge in unserem Körper. Lange Nächte müssen kein Dauerzustand sein. Denn ständiger Schlafmangel macht krank, physisch wie psychisch! Dagegen kann man etwas Wirkungsvolles unternehmen.